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3. Oktoberfahrt ins Tierheim Eger

3. Oktoberfahrt ins Tierheim Eger

unsere Familie wird komplett


Seit Juni steht es fest: wir fahren dieses Jahr ein zweites Mal nach Ungarn und nicht nur das! Wir werden mit Familienzuwachs zurück kommen. Aqua wird unsere kleine Familie komplett machen.

Alles zur Fahrt, unseren to Do's vor Ort und Zum neuen Familienmitglied erfahrt ihr nun hier:

Fahrt auf Etappen

Da wir dieses Mal alleine fahren mussten und uns nicht den anderen anschließen konnten (die Oktoberfahrt mit dem Tierschutz Team Franken e.V. findet immer um den 03. Oktober statt), da wir am 04. Oktober auf einer großen Hochzeit eingeladen waren, haben wir uns auf dem Hinweg für eine Fahrt auf Etappen entschieden.

Den Rückweg wollten wir auf einmal versuchen, hatten aber auch schon hundefreundliche Hotels entlang der Strecke herausgesucht, um spontan übernachten zu können.
Somit ging es für uns am 06. Oktober ca 6 Stunden bis hinter die ungarische Grenze zu unserem Wellnesshotel (es sah auf den Bildern sehr hübsch aus, auch hundefreundlich und wir wollten das einfach mal ausprobieren). Alles in allem war es modern, der Wellnesbereich klein aber ausreichend und Hunde durften sogar mit in den Speisesaal. Allerdings hat uns das Essen wenig überzeugt (war Kantinenessen). Dafür konnte die Umgebung und Natur auf jeden Fall punkten. Natürlich bin ich schon auf der Fahrt ziemlich krank geworden, da half dann auch Dampfbad & Sauna nichts mehr...
Am nächsten Tag ging es direkt nach dem Frühstück ca 4 Stunden weiter bis nach Eger. Die Strecke bestand diesmal leider nur aus Baustellen und angekommen waren wir erstmal Gassi, Spenden ausladenden und dann in der Apotheke und nochmal mehr Futter für die Hunde & Katze einkaufen. Bevor wir dann abends in unsere süße und rustikale Pension in Eger eingecheckt sind.
Die Lage war nur 10 Fahrtminuten von Tierheim entfernt und gegenüber war ein kleiner Park, ideal um Gassi zu gehen.

Die aktuelle Situation vor Ort

Es gibt leider nicht so schöne Neuigkeiten zum Minishelter: Vor rund fünf Jahren konnte das kleine Tierheim, welches vor ettlichen Jahren das ehemalige Tötungslager in Eger war,     übernommen werden – es wurde dort glücklicherweise schon länger kein einziges Tier mehr getötet. Das kleine Shelter bot rund 50 Hunden ein Zuhause, vor allem sensiblen Vierbeinern und vielen Junghunden, die den Lärm und Stress des großen Tierheims nicht gut ertragen hätten.

 

Doch nun musste dieser wichtige Zufluchtsort geschlossen werden: Durch staatliche Mittelkürzungen war der Betrieb finanziell nicht mehr tragbar. Marian und Dia hatten das schon Ostern befürchtet, nun sind ihre Befürchtungen war geworden. Diese Kürzungen bedeuten zusätzlich einen großen Einschnitt in die planbaren finanziellen Mittel.

 

37 Hunde saßen zuletzt dort – sie wurden nun alle in den Maxishelter verlegt. 

 

Das bedeutet: 

 

  • rund 20 neue Zwinger, 
  • 37 zusätzliche Hunde (aktuell 208 Hunde auf einem Fleck),
  • vier Stunden mehr Arbeit täglich für das Tierheimteam, 
  • weniger Auslaufmöglichkeiten, da weniger Freifläche, 
  • deutlich mehr Stress beim Verlassen der Zwinger 
  • jede/r Gassigänger*in muss nun direkt an den voll belegten Abteilen vorbei. 

 

Das Ziel ist klar: Sobald Hunde vermittelt werden, sollen die neuen Zwinger nach und nach abgebaut und in den unteren Bereichen gegen alte, kaputte Zwinger ausgetauscht werden. Langfristig soll die Hundezahl wieder auf das ursprüngliche Maß gesenkt werden – doch das wird vermutlich ein Jahr dauern.

 

Priorität hat jetzt die Vermittlung: Die Mitarbeitenden im Tierheim und vom Tierschutzteam Franken setzen alles daran, die Hunde bestmöglich auf ein neues Zuhause (in erster Linie in Ungarn selbst) vorzubereiten. Daher ist es so wichtig, was wir dort vor Ort tun.

Unser Tagesablauf

Unsere Tage im Tierheim Eger begannen früh, direkt nach dem Frühstück ging es los. Dieses Mal lag unser Schwerpunkt vor allem auf den Neuzugängen, die erst vor Kurzem ins Tierheim gekommen waren. Viele von ihnen kannten das Leben in Sicherheit, mit regelmäßigem Futter, Nähe und Zuwendung, noch gar nicht. Es waren super viele Welpen und Junghunde unter ihnen, uns ist es jedes Mal absolut unbegreiflich, wie man so schöne tolle Hunde aussetzen, verlassen oder abgegeben kann...

Wir gingen mit ihnen spazieren, machten kleine Trainingseinheiten, die ihre Vermittlungschancen deutlich steigern können: Dazu gehörten Boxentraining, Leinenführigkeit, einfache Sitz- und Platzübungen, aber auch Ruhe- und Konzentrationsübungen. Ebenso standen erste Einheiten im Medical Training auf dem Plan – also kleine Gewöhnungsübungen an Berührungen, das Abtasten oder das Zeigen von Pfoten, damit Tierarztbesuche später stressfreier ablaufen können.
Unsere Tage waren gut gefüllt mit vielen Gassirunden, mit Geduld, Leckerlis, Streicheleinheiten … und mit unzähligen Fotos. Denn gerade von den Neuzugängen gibt es meist noch keine guten Vermittlungsbilder. Um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, verbrachten wir viel Zeit damit, sie ins rechte Licht zu rücken, ihre Persönlichkeit einzufangen und so den ersten wichtigen Schritt in Richtung neues Zuhause zu ermöglichen.
Es waren intensive, erfüllende Tage mit viel Arbeit, aber auch mit unendlich viel Herz.

Unser Familienzuwachs und die Adoption

Die Adoption von Aqua – jetzt Aquamarin – war das Schönste, was wir je getan haben. Schon bei unserer Ankunft im Tierheim in Eger war es, als hätte sie längst gewusst, dass sie diesmal mit uns gehen darf. Nach Spaziergang, Kuscheleinheiten und vielen Leckerlis klärten wir alle Formalitäten und beschlossen, sie eine Nacht später mit in die Pension zu nehmen.

Dort zeigte sie sich sofort von ihrer besten Seite: ruhig, vertrauensvoll und erstaunlich entspannt, als wäre sie schon immer Teil unserer Familie gewesen. Auch die Autofahrten und die erste Nacht verliefen problemlos.
Bei der offiziellen Adoption gab es eine berührende Überraschung: Aquamarin hat am gleichen Tag Geburtstag wie Hope, dem 01.09.2017. Nach fast sieben Jahren im Tierheim durfte sie nun endlich in ihr neues Leben starten.
Sie hatte bereits eine gründlichen Zahnsanierung und alle nötigen Impfungen hinter sich und mit gründlichen Bürsten und einem sehr notwendigen Bad verbrachten wir noch eine letzte Nacht in der Pension, bevor wir uns emotional von allen im Tierheim verabschiedeten.
Die lange Heimfahrt meisterte Aquamarin souverän – und zu Hause angekommen, legte sie sich zufrieden in ihr neues Körbchen. Beim ersten Treffen mit Hope war sofort zu spüren: Sie gehören zusammen. So begann ihr neues Leben – ruhig, selbstverständlich und voller Liebe.

Die Fahrt in ein neues Leben

Nach dem Frühstück sind wir noch einmal ins Tierheim gefahren, zum Abschied. Es war wieder ein unglaublich emotionaler Moment. Zum einen, weil es jedes Mal schwerfällt, von dort wegzugehen – von den wunderbaren Menschen, den unglaublich tollen Tieren und mit dem Wissen, dass gerade jetzt jede helfende Hand so dringend gebraucht wird. Zum anderen, weil so viel (Vor-) Freude Mitschnitt, weil Aqua jetzt ein richtiges Hundeleben führen darf. Ich gebe es ehrlich zu: Ich weine jedes Mal Rotz und Wasser, wenn wir uns verabschieden müssen.

Und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb war es diesmal besonders bewegend. Denn diesmal durften wir UNSERE Aqua mitnehmen. Diesmal fuhren wir nicht nur nach Hause, wir fuhren in ein neues Leben zu Viert.
Mittags traten wir die lange Fahrt an, ohne Zwischenübernachtung. Wir kamen erstaunlich gut durch und Aqua war einfach ein Vorzeigehund. Ruhig, geduldig, sie hat sich unterwegs problemlos gelöst, wenn wir Pausen machten und war die ganze Zeit über eine tolle Mitfahrerin. Nach 13 Stunden kamen wir schließlich müde, erschöpft, aber überglücklich zu Hause an.
Ein neues Kapitel hatte begonnen – für Aqua und für uns.

Unsere Unterkünfte

Unterkunft: 

 

Angebote für Hunde: -

 

Hundeknochen: 

Unterkunft:

 

Angebote für Hunde: -

 

Hundeknochen: 



Interesse an einem Hund oder mitzuhelfen:

 

Tierschutz Team Franken e.V 

 

Frau Baurmann

Rosenhofstr. 8

91486 Uehlfeld

 

Email: [email protected]


Was sind eure Gedanken zur aktuellen Situation? Welche Fragen dürfen wir euch beantworten?

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